Das Wichtigste in Kürze
Für die Ergebnisse zum Schutz gegen Absenderfälschung bilden 1'700'148 untersuchte .ch-Domains die Basis von 100 %. Sie sind für den Empfang von E-Mails eingerichtet.
- 1'190'194 Domains (70,01 %) schützen sich nicht wirksam gegen Absenderfälschung.
- Nur 226'957 Domains (13,35 %) verlangen, dass E-Mails mit gefälschtem Absender abgewiesen werden.
- Die Zahlen zeigen, ob ein Schutz veröffentlicht ist. Sie bedeuten nicht, dass eine Organisation angegriffen oder gehackt wurde.
DMARC: Wie funktioniert der Schutz vor Absenderfälschung?
DMARC verbindet die sichtbare Absenderadresse mit den Prüfungen SPF und DKIM. SPF prüft, ob ein Server für eine Domain senden darf. DKIM prüft die digitale Signatur einer Nachricht. Für DMARC muss mindestens eine dieser Prüfungen erfolgreich sein und die dabei bestätigte Domain zur sichtbaren Absenderdomain passen. Diese Zuordnung heisst Alignment.
Mit dem Wert p= legt der Domaininhaber fest, welche Behandlung er bei einer fehlgeschlagenen DMARC-Prüfung anfordert. Das erschwert den Missbrauch der eigenen Domain als Absender. Ähnlich geschriebene Domains und gefälschte Anzeigenamen werden dadurch nicht verhindert.
DMARC: Welche Schutzregeln sind eingestellt?
p=reject fordert die Zurückweisung an. Das wurde bei 13,35 % der untersuchten E-Mail-Domains erkannt. p=quarantine fordert eine Behandlung als verdächtig an, etwa durch Verschieben in den Spam-Ordner. Diesen Wert veröffentlichen 16,65 %.
p=none fordert keine besondere Behandlung aufgrund von DMARC an. Das betrifft 12,91 %. Andere Spamfilter können trotzdem greifen. Bei 57,07 % wurde kein DMARC-Eintrag gefunden. Bei weiteren rund 0,03 % fehlte der Wert p= oder sein Inhalt wurde nicht erkannt. Zusammen sind das 57,10 %.
Basis: 1'700'148 untersuchte Domains mit MX-Eintrag. Jeder volle Balken entspricht 100 %.
Veröffentlichte Anweisungen, keine gemessene Zustellung. Einträge nicht vollständig validiert.
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Die 57,10 % ohne erkannte Schutzregel und die 12,91 % mit p=none ergeben zusammen 70,01 %. Die Methodik beschreibt, welche Angaben der Scanner erfasst und wo seine Grenzen liegen.
Was wurde untersucht?
Quelle ist die .ch-Zonendatei von SWITCH. Domains ohne auswertbare Antwort gelten als nicht gemessen. Sie werden nicht als ungeschützt gezählt und sind aus den Ergebnissen ausgeschlossen. Wenn nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Werte für SPF, DKIM und DMARC auf die 1'700'148 Domains, die ausdrücklich für den E-Mail-Empfang eingerichtet sind.
Detaillierte Tabelle anzeigen
| Messwert | Ergebnis | Anzahl | Vergleichsbasis | Untersuchte Gruppe | Was die Zahl aussagt |
|---|---|---|---|---|---|
| Kein Schutz gegen gefälschte Absender | 70,01 % | 1'190'194 | 1'700'148 | für E-Mail-Empfang eingerichtet | Keine erkannte unterstützte Regel oder eine Regel ohne Aufforderung zum Aussortieren oder Abweisen. |
| DMARC p=reject: Zurückweisung anfordern | 13,35 % | 226'957 | 1'700'148 | für E-Mail-Empfang eingerichtet | Veröffentlichte Aufforderung zum Abweisen. Die tatsächliche Zustellung wurde nicht getestet. |
| SPF-Eintrag vorhanden: erlaubte Absender-Server benannt | 86,75 % | 1'474'906 | 1'700'148 | für E-Mail-Empfang eingerichtet | Eintrag gefunden. Verweise auf weitere SPF-Listen wurden nicht vollständig geprüft. |
| DKIM-Selektor gefunden: öffentlicher Prüfschlüssel auffindbar | 20,15 % | 342'508 | 1'700'148 | für E-Mail-Empfang eingerichtet | Bekannte Suchnamen geprüft. Weitere DKIM-Einträge können unentdeckt bleiben. |
| DNSSEC: DS-Eintrag zur Absicherung der Domainangaben | 53,84 % | 1'247'313 | 2'316'512 | ausgewertet | Gemessen wurde nur, ob der Eintrag vorhanden ist. Die Funktion von DNSSEC und DANE wurde nicht geprüft. |